Ausgezeichnete Neuigkeiten für Baufinanzierer: Der Wal bereitet seine Rückkehr an die Finanzmärkte vor. Mit dem Wal ist die Europäische Zentralbank (EZB) gemeint. Sie ist hungrig und sucht frisches Plankton in Form von Anleihen. Ganz oben auf der Wunschliste der Währungshüter stehen Pfandbriefe. Das sind jene langfristigen Anleihen über die Banken die von ihnen ausgereichten Baukredite refinanzieren. Werden Sie von der EZB gekauft, trägt das maßgeblich dazu bei, dass die rekordtiefen Bauzinsen noch weiter fallen.
Mario Draghi hat auf einer Notenbankkonferenz im mondänen portugiesischem Sintra Tacheles geredet. Die EZB könne die Leitzinsen weiter senken und erneut Anleihen kaufen. Hintergrund ist die tiefe Inflation. In der Eurozone erhöhten sich die Verbraucherpreise laut dem europäischen Statistikamt Eurostat zwischen Juni 2018 und Juni 2019 lediglich um 1,2%. In Deutschland ist die Teuerung aufgrund des weiterhin brummenden Arbeitsmarktes zwar mit 1,4% etwas höher. Aber auch das ist recht weit von Ziel der EZB einer Teuerung von knapp 2% entfernt.
Er rechne damit, dass die EZB noch in diesem Jahr beginnen werde, Pfandbriefe, Unternehmensanleihen und ABS-Papiere anzukaufen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Investitionschef des Versicherers Generali, Vincent Chaigneau. Viele Vermögensverwalter haben sich bereits in der Hoffnung aus steigende Anleihenkurse mit den Papiere eingedeckt. "Wir haben seit wahrscheinlich sechs Monaten entsprechend positioniert", sagt David Zahn, Anleihe-Chef-Investor bei Franklin Templeton.
Im Fokus steht der Zins auf zehnjährige Bundesanleihen. Der ist nach Draghis Ankündigungen auf ein Rekordtief bei -0,32% gefallen. Die Deutsche Girozentrale orientiert sich bei der Festlegung der Höhe der Rendite für Pfandbriefe an diesem Zinssatz. Je tiefer die Bundesanleihen-Zins fällt, um so günstiger können sich Banken Geld für das Ausreichen von Baukrediten besorgen. Dies führt zusammen mit dem Wettbewerb der Banken untereinander dazu, dass die Bauzinsen sinken.
Der ein oder andere fragt sich, wie tief der Zins auf die 10-jährigen Bundesanleihen noch sinken könne und ob nicht irgendwann einmal Schluss ist. Nach unten ist aber noch Platz, wie ein Blick in die Schweiz zeigt. Zehnjährige Bundesobligationen des Schweizer Staates rentieren aktuell bei -0,50%. Das es irgendwann zu einem Ende der sehr niedrigen Zinsen kommen wird und es zu eine spürbaren Anstieg kommt, ist keinesfalls gesagt, wie ein Blick nach Japan zeigt.
Fazit:
Weil die EZB plant frisches Geld mit ihrer Notenpresse zu drucken und damit in einem ersten Schritt Pfandbriefe, Unternehmensanleihen, ABS-Papiere zu kaufen, ist eine Zinswende hin zu höheren Zinsen vom Tisch. Es ist damit zu rechnen, dass die Euro-Währungshüter in einem zweiten Schritt erneut Staatsanleihen zu kaufen. Nimmt man das letzte EZB-Wertpapierkaufprogramm (QE1) zum Maßstab, so dürfte sich QE2 über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahre erstrecken. Dann dürfte der Wal mit genügend Plankton gesättigt sein.
Mario Draghi hat auf einer Notenbankkonferenz im mondänen portugiesischem Sintra Tacheles geredet. Die EZB könne die Leitzinsen weiter senken und erneut Anleihen kaufen. Hintergrund ist die tiefe Inflation. In der Eurozone erhöhten sich die Verbraucherpreise laut dem europäischen Statistikamt Eurostat zwischen Juni 2018 und Juni 2019 lediglich um 1,2%. In Deutschland ist die Teuerung aufgrund des weiterhin brummenden Arbeitsmarktes zwar mit 1,4% etwas höher. Aber auch das ist recht weit von Ziel der EZB einer Teuerung von knapp 2% entfernt.
Pfandbriefe sehr gefragt
Er rechne damit, dass die EZB noch in diesem Jahr beginnen werde, Pfandbriefe, Unternehmensanleihen und ABS-Papiere anzukaufen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Investitionschef des Versicherers Generali, Vincent Chaigneau. Viele Vermögensverwalter haben sich bereits in der Hoffnung aus steigende Anleihenkurse mit den Papiere eingedeckt. "Wir haben seit wahrscheinlich sechs Monaten entsprechend positioniert", sagt David Zahn, Anleihe-Chef-Investor bei Franklin Templeton.
Im Fokus steht der Zins auf zehnjährige Bundesanleihen. Der ist nach Draghis Ankündigungen auf ein Rekordtief bei -0,32% gefallen. Die Deutsche Girozentrale orientiert sich bei der Festlegung der Höhe der Rendite für Pfandbriefe an diesem Zinssatz. Je tiefer die Bundesanleihen-Zins fällt, um so günstiger können sich Banken Geld für das Ausreichen von Baukrediten besorgen. Dies führt zusammen mit dem Wettbewerb der Banken untereinander dazu, dass die Bauzinsen sinken.
Der ein oder andere fragt sich, wie tief der Zins auf die 10-jährigen Bundesanleihen noch sinken könne und ob nicht irgendwann einmal Schluss ist. Nach unten ist aber noch Platz, wie ein Blick in die Schweiz zeigt. Zehnjährige Bundesobligationen des Schweizer Staates rentieren aktuell bei -0,50%. Das es irgendwann zu einem Ende der sehr niedrigen Zinsen kommen wird und es zu eine spürbaren Anstieg kommt, ist keinesfalls gesagt, wie ein Blick nach Japan zeigt.
Fazit:
Weil die EZB plant frisches Geld mit ihrer Notenpresse zu drucken und damit in einem ersten Schritt Pfandbriefe, Unternehmensanleihen, ABS-Papiere zu kaufen, ist eine Zinswende hin zu höheren Zinsen vom Tisch. Es ist damit zu rechnen, dass die Euro-Währungshüter in einem zweiten Schritt erneut Staatsanleihen zu kaufen. Nimmt man das letzte EZB-Wertpapierkaufprogramm (QE1) zum Maßstab, so dürfte sich QE2 über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahre erstrecken. Dann dürfte der Wal mit genügend Plankton gesättigt sein.